Samstag, 13. April 2013

Liebe Freunde,
nach einer Woche im verregneten Deutschland sehne ich mich zurück nach Südafrika, ein Land, in dem mir die Menschen auf zweiwöchiger Fahrt allzeit freundlich entgegengekommen sind. In den USA und England -so haben wir gelernt- wird auf die Frage "How do you do?" keine Antwort erwartet. Nachdem ich einige Male nicht geantwortet hatte, so aber begrüßt worden war, sagte ich auch "How do you do?" eines Morgens und erhielt eine Antwort. Und in den Folgetagen konnte ich mich davon überzeugen, dass der Südafrikaner tatsächlich hören möchte, wie es einem geht, denn das ist der gängige Konversations-Starter; eigentlich eine sehr nette Art , um ins Gespräch zu kommen. Landet man danach am Flughafen Frankfurt, glaubt man gefühlskältetechnisch am Nordpol zu sein. Und nicht nur die Menschen sind hier miesepetrig, sondern auch ihre Kleidung: khaki- und sandfarbene "Outdoormode" des gängigen Herstellers, wohin man blickt. Was für ein frustrierendes Land! Was für traurige Menschen! Dabei geht es uns doch im Vergleich zu vielen anderen Ländern so gut...
Wie immer auf Reisen zeigt sich hier, am Blyde River Canyon, wieder einmal meine beschwingte Reiselaune. Die Gegend folgte auf Pretoria und Jo`burg. Tags darauf kamen wir in den Krüger-NP und zwei Tage drauf in den Hluwhluw-NP:
 
 Giraffen und Elefanten wurden unsere ständigen Begleiter und auch bei Impalas und Nashörnern waren wir sehr erfolgreich. Einzig Löwen waren  nicht aufzutreiben und leider auch keine Hyänen und Wildhunde, aber ich klage auf hohem Niveau, denn schließlich hatten wir vier der Big Five, nämlich auch den Büffel und einen Leoparden. Wir hatten wirklich unerhörtes Glück auf unseren Pirschfahrten und schließlich muss ich mir ja noch ein paar Tiere für die nächsten Afrikareisen aufheben!
 

 

Ein Highlight: Bushbabies im Hotel:
Es ist äußerst faszinierend, Tiere, die man nur aus dem Zoo kennt, plötzlich in ihrem Habitat zu sehen. Nun gut, der Mensch hat hier nachgeholfen (Umsiedlung bereits ausgestorbener Spezies), nichtsdestotrotz wird mittlerweile in die natürlichen Vorgänge nicht eingegriffen, außer der Verlust einer Art könnte bevorstehen (z.B. durch Milzbrand). Im Falle des Nashorns bleibt auch abzuwarten, wie lange die Tiere noch in den Nationalparks anzutreffen zu sein werden, denn gerade der Krüger-NP hat seit zwei,drei Jahren enorme Einbußen durch Wilderei. Und ich muss sagen: Keines der Tiere hat mich so beeindruckt wie das Nashorn und ich könnte nicht einmal sagen, warum. Sie sind einfach wunderschön, so urtümlich und massig wie sie auch aussehen.
So, jetzt ist es bereits spät und ich muss mich zurückziehen. Vielleicht folgen noch ein paar Bilder die Tage, denn dies war erst der erste Teil der Reise,
Lg Nico

4 Kommentare:

  1. Sehr schöne Fotos und du hast recht, du siehst auf Reisebildern immer sehr glücklich und entspannt aus... vielleicht solltest du das professionell machen!? Oder zumindest dein Sabbatjahr beantragen und dann ein Jahr lang durch die Weltgeschichte reisen...

    Liebe Grüße
    Chrissi

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  2. Oh Mann, was meinst Du, wie oft ich darüber nachdenke!

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  3. Na, das sind ja tolle Bilder und vor allen Dingen der Film der Star-Bushbabys hat es mir angetan. Da war ja eine mächtig große Bestechung im Gange (wie man an dem großen Fruchteller sieht). DAfür sind die kleinen Fresssäcke aber dann auch dem Blitzgewitter ausgesetzt - wie in Cannes während der Filmfestspiele auf dem roten TEppich. Apropos Caki-Einheitskleidung - ich bin froh, dass ich vor meiner Abreise solch eine Hose bekommen habe, sitzt bequem, trocknet schnell, taschenbesetzt für alles was in Körpernähe gehört. Also nicht zu viel Kritik - am rechten Ort zur rechten Zeit alles zur rechten Manier sich gereicht! Cathrin

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